Allesschneider reinigen – und sicher bedienen
Die Reinigung entscheidet darüber, ob ein Allesschneider im Alltag benutzt wird oder im Schrank bleibt. Sie ist zugleich der Moment, in dem die meisten Schnittverletzungen passieren. Hier steht, wie Sie beides zusammenbringen.
📌 Das Wichtigste in Kürze
- Immer zuerst den Netzstecker ziehen. Ausschalten allein genügt nicht.
- Reinigen Sie direkt nach dem Schneiden – angetrocknete Wurstreste gehen deutlich schwerer ab.
- Der Spalt hinter der Anschlagplatte ist die Stelle, die am häufigsten vergessen wird.
- Ob Teile spülmaschinengeeignet sind, sagt die Bedienungsanleitung – kein Datenblatt im Vergleich nennt es für das Rundmesser.
- Ein Restehalter ist kein Zubehör, sondern Grundausstattung: Er hält Ihre Finger auf Abstand.
Allesschneider reinigen: Schritt für Schritt
Der Ablauf ist bei allen Geräten gleich. Er dauert nach etwas Übung zwei bis drei Minuten.
- Netzstecker ziehen. Danach kann das Gerät nicht mehr anlaufen, egal welchen Schalter Sie berühren.
- Schnittstärke auf 0 mm stellen. Die Anschlagplatte deckt die Schneide dann so weit ab, wie es die Bauart zulässt.
- Schlitten und Restehalter abnehmen. Beide sind bei fast allen Geräten abnehmbar und lassen sich getrennt spülen.
- Grobe Krümel ausklopfen oder ausbürsten. Nicht mit dem Finger in den Messerbereich, sondern mit einem Pinsel oder einem Holzspieß.
- Rundmesser abnehmen, wenn das Gerät das vorsieht. Mehrere Hersteller bieten dafür einen werkzeuglosen Verschluss an. Danach die Messerabdeckung und die Fläche darunter auswischen.
- Feucht abwischen, nicht abspülen. Das Gehäuse enthält den Motor und darf nicht unter fließendes Wasser.
- Alles trocknen lassen, besonders das Messer. Restfeuchte an der Schneide führt zu Flecken.
Fassen Sie das abgenommene Rundmesser nur am Rand oder an der Nabe an, nie an der Schneide – auch nicht mit dem Spültuch. Ein Tuch gibt bei einer scharfen Klinge sofort nach.
Sind die Teile spülmaschinengeeignet?
Das kommt auf das Teil an, und die Auskunft steht in der Bedienungsanleitung, nicht auf der Verpackung.
Schlitten, Restehalter und Auffangschale: Auch dazu macht kein Datenblatt der zwölf Geräte in unserem Vergleich eine Angabe zur Spülmaschineneignung. Ein Hersteller im Vergleich weist immerhin ausdrücklich auf eine Auffangschale aus poliertem, rostfreiem Edelstahl hin.
Beim Rundmesser ist Vorsicht angebracht: Kein Datenblatt der zwölf Geräte in unserem Vergleich sagt dazu etwas. Aggressive Reiniger und hohe Temperaturen greifen die Schneide an, und ein Messer im Besteckkorb ist eine Gefahrenquelle beim Ausräumen. Wir spülen es von Hand ab und trocknen es sofort.
Das Gehäuse gehört nie in die Spülmaschine. Es enthält Motor und Elektrik.
Der Spalt hinter der Anschlagplatte
Zwischen Messer und Anschlagplatte bleibt ein schmaler Spalt. Dort sammeln sich Krümel, und mit dem Finger kommt man nicht hinein – zum Glück.
Eine Rezension zu einem Gerät im Vergleich beschreibt genau diese Stelle als schwer zugänglich und schlägt einen Zahnstocher vor. Das ist die richtige Größenordnung: ein Holzspieß, ein schmaler Pinsel oder eine ausgediente Zahnbürste. Metall hat dort nichts zu suchen.
Wenn sich das Messer abnehmen lässt, wird die Stelle von der anderen Seite gut erreichbar. Das ist einer der Gründe, warum ein werkzeugloser Messerverschluss im Alltag mehr wert ist, als er im Datenblatt aussieht.
Allesschneider sicher bedienen
Ein rotierendes Rundmesser bleibt gefährlich, auch mit guter Ausstattung. Die folgenden Punkte senken das Risiko – sie beseitigen es nicht.
- Immer den Restehalter benutzen, nicht erst beim letzten Stück. Er ist dafür da, dass Ihre Finger dem Messer nicht nahe kommen.
- Die Maschine schneiden lassen. Wer nachdrückt, bekommt schiefe Scheiben und rutscht eher ab. Ein Rezensent bringt es auf den Punkt: nicht das Schneidgut durchdrücken wollen.
- Nicht ablenken lassen. Bei Dauerschaltung läuft das Messer weiter, auch wenn Sie das Gerät kurz aus den Augen lassen.
- Standfläche prüfen. Saugfüße halten nur auf einer glatten, sauberen und trockenen Fläche.
- Nach dem Schneiden ausschalten und Schnittstärke auf 0 mm stellen, bevor Sie aufräumen.
Restehalter, Fingerschutz und Einschaltsperre
Drei der vier Sicherheitsausstattungen aus der Kaufberatung spielen für Reinigung und Handhabung eine eigene Rolle – die Momentschaltung zählt zur Bedienung, nicht zur Reinigung. Sie leisten Unterschiedliches.
Der Restehalter ist ein Aufsatz mit Zacken, der kleine Reste auf dem Schlitten fixiert. Er hält das Schneidgut, wenn es zu klein zum Festhalten wird – genau in dem Moment, in dem die Finger sonst nah an die Schneide kommen. Bei einem Gerät im Vergleich beschreibt der Hersteller ihn zugleich als Klingenschutz.
Der Fingerschutz ist eine Abdeckung am Schlitten, die Hand und Messer trennt. Achten Sie auf das Material: Bei einem günstigen Gerät im Vergleich bestehen Schlitten und Fingerschutz laut mehreren Rezensionen aus instabil und fragil wirkendem Kunststoff.
Die Einschaltsperre verhindert das versehentliche Starten. Ein Hersteller vermarktet sie als „Kindersicherung"; wir übernehmen dieses Wort nicht, weil es mehr verspricht, als das Bauteil leisten kann. Beschreibend ist es eine Verriegelung, die vor dem Einschalten gelöst werden muss.
Bei zwei Geräten im Vergleich – dem Einbaugerät und einem Klappgerät – lässt sich die Maschine laut mehreren unabhängigen Rezensionen nur zusammenklappen bzw. verstauen, wenn die Schnittstärke auf 0 mm steht. Mehrere Rezensionen empfinden das Zurückstellen als lästig. Beides steht nebeneinander da: Es ist ein durchdachter Mechanismus und ein zusätzlicher Handgriff.
Aufbewahrung in einer kleinen Küche
Wo das Gerät zwischen zwei Einsätzen liegt, ist eine Platzfrage und eine Sicherheitsfrage zugleich.
Ein klappbarer Allesschneider wird flach und passt in einen Hochschrank oder eine tiefe Schublade. Das schmalste Modell im Vergleich misst zusammengeklappt laut Hersteller rund 10 cm in der Breite, ein zweites rund 10,5 cm; ein weiteres nennt eine kompakte Grundfläche von 23,4 × 34,0 cm.
Ein Einbaugerät löst das Problem am gründlichsten: Es sitzt in einer Schublade und ist im geschlossenen Zustand nicht zugänglich. Dafür braucht es eine passende Schublade – im Vergleich ab 450 mm Korpusbreite.
Bei einem Standgerät achten Sie auf zwei Dinge: Steht es auf der Arbeitsplatte, sollte das Kabel aufgewickelt und die Schnittstärke auf 0 mm gestellt sein. Kommt es in den Schrank, ist das Gewicht entscheidend – ein Gerät mit rund 5 kg hebt man nicht nebenbei in ein Oberschrankfach.
Mit Kindern im Haushalt
Für Haushalte mit Kindern gelten vier Punkte zusätzlich, und keiner davon ist durch Technik zu ersetzen:
- Das Gerät gehört außer Reichweite, nicht auf die Arbeitsplatte – ein hoher Schrank oder eine Schublade mit Sicherung.
- Netzstecker ziehen, sobald Sie fertig sind. Eine Einschaltsperre ist eine zusätzliche Hürde, kein Ersatz dafür.
- Prüfen Sie, ob das Messer im Ruhezustand abgedeckt liegt. Beim ritter E 16 Duo Plus – unserer Empfehlung – ist das laut einer Rezension nicht der Fall.
- Achten Sie auf den Abstand zwischen Schalter und Messer. Bei einem Gerät im Vergleich rät eine Rezension von der Nutzung in Haushalten mit Kindern ab, weil der Daumen beim Betätigen des Schalters nahe am Messer liegt und eine Abdeckung dafür fehlt.
Geräte, die im Alltag wenig Aufwand machen
Diese Geräte gehören bei der Teilnote für Reinigung und Handhabung zur Spitzengruppe. Was die Reinigung dort erleichtert, ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich – mal ein Messer, das sich ohne Werkzeug entnehmen lässt, mal ein abnehmbarer Schlitten, mal wenige tiefe Rillen im Gehäuse –, gemeinsam ist die gute Teilnote und wiederkehrend positive Rückmeldungen zum Reinigungsaufwand:
ritter serano 7 Duo Plus Allesschneider
Rund 5 kg schwerer Allesschneider mit zwei Messern für Kruste und Aufschnitt, dessen als „Vollmetall" beworbenes Gehäuse auch Kunststoffteile enthält.
Severin AS 3912 Allesschneider
Günstiger Klappallesschneider mit sauberem Schnittbild, dessen Schlitten und Fingerschutz aus instabilem Kunststoff bestehen.
Ritter MultiSchneider AES 62 SR
Einziger Einbau-Allesschneider im Vergleich: einfache Montage laut mehreren Rezensionen, aber der teuerste im Feld.
ritter solida 4 Allesschneider
Vollmetall-Standgerät mit weitem Schnittstärkenbereich, dessen Regler laut Rezensionen bei dünnen Scheiben zu viel anzeigt.
Fazit
Reinigung und Sicherheit hängen am selben Bauteil: Ein Messer, das sich werkzeuglos abnehmen lässt, macht die Reinigung gründlich und den Umgang berechenbar. Alles andere ist Gewohnheit – Stecker ziehen, Restehalter benutzen, Schnittstärke auf 0 mm zurückdrehen. Welche Geräte bei Reinigung und Sicherheit vorn liegen, zeigt die Teilnote auf der jeweiligen Produktseite – der Vergleich ist der schnellste Weg dorthin; weitere Fragen beantwortet die FAQ-Seite.